Nach Sönmez-Entlassung Wirtschaftsminister Mansoori hat neuen Staatssekretär

Hessens SPD-Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori muss erneut einen Staatssekretärsposten neu besetzen. Nachfolger seines entlassenen Vertrauten Umut Sönmez soll nach hr-Informationen mit Johannes Loheide ein bisheriger Abteilungsleiter des Ministeriums werden.

Johannes Loheide mit Mikrophon im Gespräch beim hesssischn Gründerpreis
Wird neuer Staatssekretär: Johannes Loheide Bild © 2026 Hessischer Gründerpreis, Melina Johannsen

Vier Wochen nach der Entlassung seines Parteifreunds Umut Sönmez als Staatssekretär hat Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) einen Nachfolger gefunden. Den freien Posten soll nach hr-Informationen Johannes Loheide übernehmen.

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Loheide ist ebenfalls SPD-Mitglied. Der 54-Jährige ist bereits im Wirtschaftsministerium tätig und als Abteilungsleiter für Mittelstand und technologische Innovation zuständig.

Zuvor arbeitete er lange bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, kurz WiBank. Als Förderbank des Landes unterstützt sie zum Beispiel über Kredite und Bürgschaften Unternehmen, Freiberufler oder auch Kommunen. Loheide ist Sozialwissenschaftler. Wie sein Minister hat auch der neue Staatssekretär unter anderem in Gießen studiert.

Zweiter Wechsel

Loheides Vorgänger als Staatssekretär, Umut Sönmez, war Mitte April entlassen worden. Gegen den Vertrauten Mansooris hatte eine Untersuchung im Ministerium begonnen, später nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen infolge einer Strafanzeige auf. Zu den Hintergründen kann der hr sich derzeit aufgrund eines Beschlusses des Landgerichts Köln nicht äußern.

Es ist bereits der zweite Wechsel bei den politischen Spitzenbeamten des Wirtschaftsministeriums. Im Sommer 2024, rund ein halbes Jahr nach seiner Amtsübernahme in der damals neuen schwarz-roten Landesregierung, entließ Mansoori die renommierte parteilose Bauprofessorin Lamia Messari-Becker als Staatssekretärin.

Die Entlassung der 53-Jährigen führte zu einem bis heute andauernden Rechtsstreit. Im Landtag kam es zu einem Untersuchungsausschuss. Nachfolgerin Messari-Beckers wurde die SPD-Politikerin Ines Fröhlich.

Redaktion: Wolfgang Türk

Sendung: hr INFO,

Quelle: hessenschau.de

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