"Besorgniserregenden Anstieg" Fast 40 Prozent mehr Unfälle mit E-Scootern
In Hessen hat die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr erneut zugenommen. Besonders E-Scooter-Fahrer und junge Erwachsene sind laut Innenminister Poseck häufiger in schwere Unfälle verwickelt.

"Mehr zugelassene Fahrzeuge, eine wachsende Vielfalt an Verkehrsmitteln – von E-Scootern über Pedelecs bis hin zu Lastenrädern – und eine Infrastruktur, die mit dieser Entwicklung oft nicht Schritt halten kann, erhöhen das Unfallrisiko auf unseren Straßen erheblich", sagte Innenminister Poseck (CDU) am Montag bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz im Frankfurter Polizeipräsidium.
Zahl der Todesopfer nahezu unverändert
Das Ergebnis der Bilanz: Die hessische Polizei registrierte im vergangenen Jahr mehr als 150.000 Verkehrsunfälle. Dabei kamen 199 Menschen ums Leben, 3.230 wurden schwer und 22.567 leicht verletzt.
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Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Unfälle um 2,3 Prozent, die Zahl der Todesopfer blieb nahezu unverändert. Vor allem gab es deutlich weniger tödliche Unfälle als noch vor zehn Jahren, wie der Innenminister berichtete.
Hauptursache meist Drängeln
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Die häufigste Ursache für Unfälle ist weiterhin fehlender Abstand - verantwortlich für rund 23 Prozent aller Verkehrsunfälle. Die Missachtung der Vorfahrt ist mit 19 Prozent die zweithäufigste Ursache, dicht gefolgt von Verstößen gegen die Geschwindigkeitsvorgaben (17 Prozent).
E-Scooter-Fahrer deutlich häufiger in Unfälle verwickelt
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Einen "besorgniserregenden Anstieg" gebe es jedoch bei der Zahl der Unfälle mit E-Scootern, so der Innenminister. Die hessische Polizei zählte im vergangenen Jahr 1.505 Unfälle mit diesen Fahrzeugen - fast 40 Prozent mehr als 2024. Fünf Menschen starben bei Scooter-Unfällen, vier von ihnen waren jünger als 25 Jahre.
Auch sonst sind junge Menschen besonders häufig in Unfälle verwickelt. "Die Unfallzahlen von jungen Fahrern im Alter von 18 bis 24 Jahren steigen seit fünf Jahren kontinuierlich", sagte Poseck. 26 junge Menschen dieser Altersgruppe starben im vergangenen Jahr. "Viele junge Fahrer unterschätzen die Gefahren und überschätzen ihre Fähigkeiten", so der Minister.
Alkohol und andere Drogen bleiben ein Thema
"Besonders der Konsum von Cannabis im Straßenverkehr führt vermehrt zu Unfällen", sagte Poseck, der die Teillegalisierung und die Anhebung des Grenzwerts für einen Fehler hält.