Sorgen um Pape und Christmas Für die Skyliners Frankfurt ist die Saison gelaufen
Das Heimspiel gegen Berlin soll für die Skyliners Frankfurt zur großen Klassenerhalts-Party werden. Stattdessen verlieren die Hessen ihre beiden stabilsten Spieler und können die Saison abhaken.

Saison für Pape vorzeitig beendet
Als das Heimspiel längst verloren war, wartete der Kapitän der Skyliners Frankfurt noch immer. Till Pape hockte auf einer Fahrtrage in den Katakomben der Ballsporthalle, gezeichnet, mit übergestülptem Kapuzenpullover und wartete auf den Abtransport ins Krankenhaus. Es war das Bild eines bitteren Abends, an dem der hessische Bundesligist doch eigentlich den gerade erst eingetüteten Klassenerhalt feiern wollte.
Die Niederlage gegen Berlin verkam an diesem Sonntag zur Randnotiz. Viel schlimmer wog, dass sich im ersten Viertel Routinier Will Christmas plötzlich an den hinteren Oberschenkel griff und das Spielfeld verlassen musste, im dritten Viertel dann Kapitän Pape mit Gegenspieler Norris Agbakoko zusammenprallte und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Parkett liegenblieb.
Saison für zwei Leistungsträger wohl vorbei
Am Montag gab es Entwarnung bei Pape: "Es ist kein Wadenbeinbruch", hatte der sportliche Geschäftsführer Sebastian Gleim dem hr-sport schon am Nachmittag verraten. Am frühen Abend waren dann auch die Ergebnisse der MRT-Untersuchung da: Pape hat sich eine schwere Knochenprellung und Stauchung zwischen Schien- und Wadenbein zugezogen. Seine Saison ist damit beendet. Bei Christmas steht das MRT noch aus. Es werde wohl etwas Muskuläres sein, so Gleim. Ein Muskelfaserriss ist nicht ausgeschlossen.
"Will und Till sind unsere beiden erfahrensten BBL-Spieler und unsere stabilsten Spieler", machte der Sportdirektor noch einmal deutlich, was das vorzeitige Saison-Aus der beiden für den Club bedeutet. Umso wichtiger für den Verein, dass mit der Niederlage der Academics Heidelberg am Samstag der Klassenerhalt "frühzeitig und rechtzeitig" (Gleim) eingetütet wurde.
Eine vielversprechende Saison endet im Chaos
Weitere Nachverpflichtungen sind zu solch einem späten Zeitpunkt in der Saison nicht mehr möglich und wären ohnehin nicht mehr sinnvoll. Die Skyliners werden mit einer Rumpftruppe in die verbliebenen drei Pflichtspiele gehen. Dass sie den theoretisch immer noch möglichen Einzug in die Play-Ins schaffen, daran glauben nicht einmal mehr die kühnsten Optimisten.
Die Saison, die eigentlich vielversprechend begonnen hatte und mit dem Streik von Jaedon LeDee steil bergab ging, endet damit endgültig im Chaos. Die Skyliners sind daran weitestgehend schuldlos – und stecken immer noch nicht auf. "Wir gehen weiter aufs Feld, um zu gewinnen", versprach Gleim für den Saison-Endspurt und appellierte an die Fans, dass das Team gerade viel Unterstützung gebrauchen könne.
