Eschborn-Frankfurt 2026 Das sind die Stars und Favoriten beim Radrennen am 1. Mai
Das Radrennen Eschborn-Frankfurt wartet auch in seiner 2026er-Ausgabe mit reichlich Klasse auf. Der hr-sport wirft einen Blick auf die größten Stars und Favoriten - und befragt obendrein einen echten Experten.

Das erwartet Sie am 1. Mai beim Radrennen Eschborn-Frankfurt
Das Fahrerfeld des Radrennens Eschborn Frankfurt am 1. Mai (ab 11.40 Uhr/live im hr-fernsehen und im hessenschau.de-Livestream) ist in diesem Jahr gespickt mit starken Fahrern. Der hr-sport schaut auf die größten Stars und die absoluten Favoriten und holt obendrein die Einschätzungen des ARD-Radsport-Experten Florian Naß ein.
Der Meistgenannte
Der prominenteste Fahrer des Feldes ist wohl Thomas Pidcock. Der 26-Jährige erzielte im Frühjahr einige starke Ergebnisse, stürzte dann jedoch bei der Katalonien-Rundfahrt. Nach seiner Rückkehr lief es bei Lüttich-Bastogne-Lüttich noch nicht optimal, so dass der Brite seinen Formaufbau bei Eschborn-Frankfurt fortsetzen will. Pidcock ist ein vielseitiger Fahrer, der unter anderem bei Olympischen Spielen auf dem Mountainbike die Goldmedaille gewann. Auf der Straße sicherte er sich 2022 einen Etappensieg bei der Tour de France und gewann das Amstel Gold Race. Er gilt gerade an kurzen und steilen Anstiegen als besonders stark.
Das sagt Experte Florian Naß: "Dass Pidcock teilnimmt, ist ein echtes Ausrufezeichen. Ihn sollte man auf jeden Fall weit oder sogar ganz vorne erwarten können."

Die Spanier
Dass sich spanische Radprofis in der Regel sehr wohlfühlen im bergig-hügeligen Terrain, ist keine neue Erkenntnis. Entsprechend gehören auch drei Iberer zum Anwärterkreis auf den Sieg bei der Hatz durch den Taunus. Ion Izagirre gewann erst Anfang April den Gran Premio Miguel Indurain, ein ähnliches Rennen in Sachen Länge und Höhenmeter wie jenes im Hessischen. Pello Bilbao ist derweil bei Anstiegen wohl noch ein bisschen stärker, belegte zuletzt bei Lüttich-Bastogne-Lüttich den sechsten Platz und zählt wie Alex Aranburu, Zweiter vor zwei Jahren, zu den Siegkandidaten.
Das sagt Experte Florian Naß: "Vor allem Izagirre hat mich mit seinem Sieg bei Gran Premio Miguel Indurain überzeugt, dass auch jetzt mit ihm zu rechnen ist. Er kann ganz vorne landen."

Die Deutschen
Beim Heimrennen sind natürlich auch viele deutsche Topfahrer am Start. Lennard Kämna oder Georg Zimmermann sind gewiss Leute, die in Frankfurt weit vorne ankommen können. Prinzipiell verfügt auch Nils Politt über ausreichend Fähigkeiten dafür, er könnte jedoch eher als Helfer für McNulty eingeplant sein. Der letzte deutsche Frankfurt-Sieger, Sprinter Pascal Ackermann (2019), wird wohl ebenso wenig wie die Hessen John Degenkolb und Jonas Rutsch etwas mit dem Sieg zu tun haben.
Das sagt Experte Florian Naß: "Zu den absoluten Topfavoriten zähle ich die Deutschen nicht, aber natürlich können Leute wie Kämna oder Zimmermann an guten Tagen etwas reißen. Gerade auf Kämna bin ich gespannt."

Der Degenkolb-Tipp
Vergangenes Jahr fuhr Tobias Lund Andresen noch im selben Team wie Hessens Altmeister John Degenkolb. Es reichte nur zu Platz 41. Doch auch diesmal zählt Degenkolb seinen dänischen Ex-Kollegen zum Anwärterkreis auf dem Tageserfolg. "Er hat eigentlich alle Qualitäten dazu." Andresen kann in dieser Saison schon mehrere Siege bei eher kleineren Rennen vorweisen, beim topbesetzten Mailand-Sanremo landete er immerhin auf dem 13. Rang.
Das sagt Experte Florian Naß: "John hat mir Andresen schon vergangenes Jahr als Sieganwärter genannt - und diesmal wieder. Tatsächlich könnte dem dänischen Leichtgewicht das noch etwas schwerer Profil der Strecke entgegenkommen. Ich habe ihn jedenfalls auf dem Zettel."

