Cold Case Spuren in Vermisstenfall aus den 90ern führen in die Wetterau
Vor 33 Jahren verschwand Azime Sisek spurlos - ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt. Jetzt nimmt die Polizei die Ermittlungen wieder auf, Spuren führen in den Wetteraukreis.

Cold Case wird wieder aufgerollt
Im August des Jahres 1993 reiste Azime Sisek aus der Türkei nach Deutschland, weil sie einem Landsmann als Ehefrau versprochen war. Wenig später schickte sie einen Brief an ihre Familie in der Heimat - es sollte bis heute das letzte Lebenszeichen der damals 23-Jährigen sein.
Trotz umfassender Ermittlungen und Hinweisen auf ein Gewaltverbrechen konnte das Schicksal der Vermissten nicht aufgeklärt werden, 1998 legte die zuständige Staatsanwaltschaft Gießen den Fall zu den Akten.
Zwei Wohnhäuser durchsucht
Doch Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen wegen Verdachts auf Mord wieder aufgenommen, wie die Behörden am Dienstag mitteilten.
In den beiden vergangenen beiden Wochen durchsuchten Einsatzkräfte zwei Wohnhäuser in Limeshain und Ortenberg (beide Wetterau). Dort soll sich die Vermisste mutmaßlich zuletzt aufgehalten haben. Die Polizei betont dabei ausdrücklich, dass die Besitzer der durchsuchten Häuser nicht als Beschuldigte gelten.
Keine Leiche gefunden
"Der Leichnam konnte leider nicht aufgefunden werden", heißt es in der Mitteilung. Dennoch gehen die Ermittlung weiter, aktuell würden weitere Zeugen vernommen.
Zu möglichen Hintergründen oder Tatverdächtigen will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.
